Zwischen den Jahren

Im Advent und in der vorweihnachtlichen Zeit gibt es hierzulande Bräuche und Riten, die schon seit vielen Jahrhunderten gepflegt werden. Lange bevor es christliche Bräuche gab, sind die alten Riten aus den natürlichen Rhythmen von Sonne, Mond und Erde entstanden. Unsere bekannten kirchlichen Feiertage wurden nahe an diesen natürlichen Feiertagen platziert, um dem Menschen einen Ersatz für die „heidnischen“ Bräuche anzubieten.

Vielerorts kennt man es noch, das „Räuchern“ von Haus und Stall, um Haus, Mensch und Tier vor Unheil zu schützen. Dazu werden verschiedene Harze und Heilpflanzen verräuchert und in jeden Winkel getragen. Häufig werden dazu Gebete gesprochen, um die Schutzwirkung des Rauches noch zu verstärken.

Geräuchert wird an den sogenannten Rauhnächten! Diese finden in den 12 Nächten um die Jahreswende bezeichnet. Hinsichtlich des Zeitraums und der Anzahl dieser besonderen Schwellennächte gibt es durchaus regionale Unterschiede. Die vier wichtigsten Rauhnächte sind die Thomas Nacht am 21. Dezember zur Wintersonnenwende, die Christnacht am 24. Dezember, die Silvesternacht am 31. Dezember und die Dreikönigsnacht am 5. Jänner.

 

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